Arbeitsverträge rechtssicher gestalten – mit Blick auf Ihr Unternehmen
Ein gut gestalteter Arbeitsvertrag ist mehr als eine formale Pflicht. Für Arbeitgeber ist er das wichtigste Instrument, um Erwartungen zu definieren, Risiken zu reduzieren und klare Rahmenbedingungen für eine Zusammenarbeit zu schaffen.
Gerade im arbeitnehmerfreundlich geprägten Arbeitsrecht entscheidet eine sorgfältige Vertragsgestaltung oft darüber, ob ein Unternehmen im Konfliktfall handlungsfähig bleibt. Unklare oder lückenhafte Regelungen können später zu erheblichen rechtlichen und wirtschaftlichen Problemen führen.
Die Kanzlei Wittig Ünalp Süd berät Unternehmen bei der arbeitsrechtlichen Vertragsgestaltung und unterstützt Arbeitgeber dabei, Arbeitsverträge so zu entwickeln, dass sie rechtssicher, praxisnah und gleichzeitig flexibel bleiben.
Unser Ziel ist nicht der möglichst lange Vertrag – sondern der richtige Vertrag für Ihr Unternehmen.
Gemeinsam mit Ihnen analysieren wir, welche Regelungen wirklich notwendig sind, welche Risiken abgesichert werden sollten und an welchen Stellen bewusst Flexibilität erhalten bleiben sollte. Denn ein überladener Arbeitsvertrag kann im Alltag ebenso problematisch sein wie ein unvollständiger.

Maßgeschneiderte Arbeitsverträge für Arbeitgeber
Bei der Gestaltung von Arbeitsverträgen geht es um die richtige Balance:
zwischen rechtlicher Sicherheit, unternehmerischer Freiheit und praktischer Umsetzbarkeit im Alltag.
Nicht jede denkbare Klausel ist in der Praxis entscheidend. Wir prüfen gemeinsam mit Ihnen, welche Vertragsinhalte wirklich relevant sind und wie sie sinnvoll strukturiert werden sollten.
Oft ist es sinnvoll, bestimmte Themen nicht ausschließlich im Arbeitsvertrag, sondern zusätzlich über Richtlinien, Betriebsvereinbarungen oder ergänzende Dokumente zu regeln. So bleibt Ihr Unternehmen flexibel – bei gleichzeitiger rechtlicher Absicherung.
Die Vertragsgestaltung im Arbeitsrecht ist deshalb keine Standardaufgabe, sondern eine strategische Unternehmensentscheidung.
Typische Inhalte eines Arbeitsvertrags
Im Rahmen der arbeitsrechtlichen Vertragsgestaltung unterstützen wir Sie unter anderem bei folgenden Themen:
- Wahl des richtigen Vertragstyps
Unbefristet, befristet, Teilzeit, Minijob oder projektbezogen – jede Vertragsart hat besondere rechtliche Anforderungen. Wir beraten Sie bei der Auswahl des passenden Modells.
- Tätigkeitsbeschreibung
Eine präzise Tätigkeitsbeschreibung sorgt für Klarheit, Transparenz und Nachvollziehbarkeit – die Grundlage für faire Leistungsbewertung und klare Strukturen.
- Vergütungsregelungen
Vergütung ist mehr als Gehalt. Wir gestalten rechtssichere Modelle zur Mitarbeiterbindung, die transparent und praktikabel sind.
- Arbeitszeitregelungen
Wir beraten zu Gleitzeitmodellen, Überstunden, Arbeitszeitkonten und anderen Modellen, die gesetzlichen Vorgaben und Betriebsbedürfnissen entsprechen.
- Urlaubsregelungen
Gestaltung von Urlaubsansprüchen mit klarer Abgrenzung zwischen gesetzlichem Mindesturlaub und freiwilligen Zusatzleistungen.
- Probezeit
Klare Regelungen geben sowohl Arbeitgebern als auch Mitarbeitern Sicherheit in der Anfangsphase des Arbeitsverhältnisses. - Wettbewerbsverbote
Nachvertragliche Wettbewerbsverbote schützen Ihr Unternehmen – vorausgesetzt, sie sind klar definiert und rechtlich wirksam.
- Kündigungsfristen
Wir unterstützen Sie bei der Festlegung gesetzeskonformer, zugleich praxistauglicher Regelungen für die Beendigung von Arbeitsverhältnissen.
- Fortbildung und Qualifizierung
Wenn Sie in Weiterbildung investieren, sorgen wir für rechtssichere Rückzahlungsregelungen und faire Formulierungen.
- Vertraulichkeit und Datenschutz
Vertraulichkeitsvereinbarungen und Datenschutzklauseln schützen Ihr Know-how und sichern den Umgang mit sensiblen Informationen ab.
- Nebentätigkeiten
Wir formulieren Regelungen, die Interessenkonflikte vermeiden, ohne Mitarbeitende unnötig einzuschränken. - Dienstwagen und Sachbezüge
Klare Vereinbarungen zu Dienstwagen, Zuschüssen oder anderen Sachleistungen vermeiden spätere Missverständnisse.
- Sabbatical-Regelungen
Durchdachte Regelungen ermöglichen längere Auszeiten, ohne betriebliche Abläufe zu gefährden. - Arbeitsunfähigkeit
Regelungen zur Anzeige- und Nachweispflicht bei Krankheit sowie zur Lohnfortzahlung schaffen Transparenz und Planbarkeit.
- Flexible Arbeitszeitmodelle
Wir gestalten rechtssichere Modelle, die sowohl den betrieblichen Anforderungen als auch den Bedürfnissen der Mitarbeiter gerecht werden.
- Provisions- und Bonusmodelle
Gerade im Vertrieb ist eine klare, nachvollziehbare Vergütungsstruktur entscheidend für Motivation und Fairness.
Rechtssichere Vertragsgestaltung für Unternehmen
Ein sorgfältig formulierter Arbeitsvertrag schafft Klarheit, Sicherheit und Planbarkeit – für Arbeitgeber und Mitarbeiter gleichermaßen. Wittig Ünalp Süd unterstützt Unternehmen dabei, Arbeitsverträge rechtssicher zu gestalten, bestehende Verträge zu überprüfen oder Musterverträge für verschiedene Positionen zu entwickeln.
Im Mittelpunkt steht dabei stets eine zentrale Frage:
Welche Regelungen sind für Ihr Unternehmen wirklich relevant – und wie lassen sich diese rechtssicher und zugleich praktikabel umsetzen?
Sie möchten ihr Wissen in einem Seminar vertiefen?
Bereiten Sie sich auf die häufigsten arbeitsrechtlichen Herausforderungen vor – kompakt, praxisnah und direkt anwendbar, noch bevor der Fall eintritt.

Arbeitsrecht – exklusiv für Arbeitgeber
- Kündigungen, die schwierig durchzusetzen sind vor Gericht
- Betriebsräte, die Entscheidungen blockieren
- Mitarbeiter, die nicht leisten – aber bleiben
FAQ
Wie handle ich, wenn ein Low Performer das Team belastet, aber nicht kündbar scheint?
Wenn ein Mitarbeiter dauerhaft deutlich unter den Erwartungen bleibt, ist vorschnelles Handeln riskant. Entscheidend ist eine saubere Vorbereitung: Leistungen müssen klar definiert, dokumentiert und dem Mitarbeiter nachvollziehbar kommuniziert werden. Regelmäßige Feedbackgespräche, konkrete Zielvereinbarungen und angemessene Unterstützungsangebote sind dabei unerlässlich. Erst wenn diese Schritte erfolglos bleiben, kommen arbeitsrechtlich sichere Maßnahmen wie Abmahnungen, Versetzungen oder eine Trennung in Betracht. Eine frühzeitige rechtliche Begleitung hilft, Fehler zu vermeiden und handlungsfähig zu bleiben.
Was tun, wenn der Betriebsrat eine Kündigung blockiert?
Der Betriebsrat kann eine Kündigung nicht verhindern. Wichtig ist, die Kündigung sorgfältig vorzubereiten und den Betriebsrat vollständig und korrekt zu informieren. Alles, was in der Betriebsratsanhörung steht, muss später auch mit dem Sachvortrag vor Gericht übereinstimmen.
Der Betriebsrat kann eine Kündigung zwar nicht verhindern. Sollte er jedoch zustimmen, erhöht das die Erfolgsaussichten bei Gericht später.
Wie gehe ich vor, wenn eine vorherige Kündigung rechtlich angefochten wurde?
Wenn eine Kündigungsschutzklage eingereicht wurde, wird vom Gericht ein Gütertermin anberaumt, zu dem man selber hingehen kann oder einen Anwalt schicken kann.
Dieser Gütertermin ist nur auf zehn Minuten angesetzt. Deshalb ist es empfehlenswert, einen vorbereitenden Schriftsatz ans Gericht zu schicken, wenn man vorher die Kündigung auch gut vorbereitet hat. Sonst hat man nicht ausreichend Gelegenheit, alle Zahlen, Daten und Fakten bereits im Vorfeld dem Gericht mitzuteilen.
Umso wichtiger ist das, wenn Bereitschaft zur Einigung besteht oder wenn das sogar das Ziel sein sollte.
Welche Strategie hilft bei krankheitsbedingten Kündigungen, ohne Risiken einzugehen?
Krankheitsbedingte Kündigungen erfordern eine besonders sorgfältige Vorgehensweise. Zentrale Grundlage ist eine saubere Prüfung der Fehlzeiten, eine belastbare Prognose und die Frage, ob betriebliche Abläufe erheblich beeinträchtigt sind. Zudem müssen mildere Mittel wie ein betriebliches Eingliederungsmanagement geprüft und dokumentiert werden. Erst wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, kann eine Kündigung rechtssicher vorbereitet werden. Eine frühzeitige juristische Begleitung minimiert dabei das Risiko teurer Fehler.
Wie kann ich eine Kündigung wirksam vorbereiten, damit sie im Streitfall hält?
Damit die Kündigung hält, ist die wichtigste Voraussetzung, dass uns der Richter glaubt. Eine wirksame Kündigung beginnt daher mit einer sorgfältigen Dokumentation und der chronologischen Schilderung des Sachverhalts über einen längeren Zeitraum.
Eine Kündigung nach zehn Jahren und zwei Abmahnungen in zwei aufeinanderfolgenden Monaten wird nicht funktionieren, weil es danach aussieht, als wäre die Entscheidung längst gefallen gewesen.
Man muss dem Gericht schildern, wie es tatsächlich war und wie es sich tatsächlich zugetragen hat.
Was mache ich, wenn ein Mitarbeiter auf eine Kündigung emotional reagiert oder das Betriebsklima stört?
Jeder Rechtsstreit ist letzten Endes emotional. Bleiben Sie sachlich und professionell. Nehmen Sie die emotionale Reaktion ernst. Achten Sie darauf, dass die Fronten nicht von Anfang an verhärtet werden. Es geht nicht darum Recht zu haben: Wenn sich der andere gekränkt fühlt, unterschreibt er nicht. „Wer Recht hat, verliert! Das vermindert auch das Risiko, dass das Betriebsklima weiter gestört wird.









